7 April 2011 - 19:30

Infolge des erhöhten politischen und wirtschaftlichen Drucks auf die jordanischen Bürger hat sich ein 45-jähriger Mann vor dem Büro des jordanischen Ministerpräsidenten selbst angezündet.

  Ein Arzt des Al-Baschir-Krankenhauses in Amman sagte am Donnerstag, der Mann sei lebensgefährlich verletzt, er habe Verbrennungen dritten Grades erlitten.Es war der erste Fall von Selbstverbrennung in Jordanien seit Ausbruch der Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika vor drei Monaten. In anderen arabischen Ländern gab es bereits solche Fälle. Nach dem Volksaufstand in Tunesien und Ägypten demonstrierten auch in Jordanien die Menschen gegen den damaligen Ministerpräsidenten Samir Al-Rifai wegen seiner Unfähigkeit die wirtschaftlichen Probleme zu beseitigen und die Lebensumstände der Menschen zu verbessern. Im Februar ersetzte König Abdullah II. Ministerpräsident Rifai durch Al Bakhit. Die Jordanier werfen aber auch dem neuen Ministerpräsidenten Korruption und Wahlfälschung vor und fordern dessen Rücktritt.